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13
09
2018

Glücklich nach getaner Arbeit (v.l.): Marathon-Chef Winfried Aufenanger, Alexander Breßler (Fa. Schalles), Thomas Schwerdel (Wachpolizei), Markus Urff, Sven Meier (Fa. Schalles), Wolfgang Betzin (Marathon-Team), Sonja Schott (Wachpolizei), Dieter Freitag (Marathon-Team). Foto: Michael Bald

Die Marathon-Woche des EAM Kassel Marathon 2018 hat begonnen …

By GRR 0

Die Marathon-Woche des EAM Kassel Marathon ist mit vielen Aktivitäten erfolgreich gestartet. Das 9. Sportmedizinische Symposium war ausgebucht und eine hochinteressante Veranstaltung.

Olympiasieger Dieter Baumann lieferte im Palais Hopp einen gefeierten starken Bühnen-Auftritt ab.
Die viele fleißigen Helferinnen und Helfer sind seit Wochenbeginn unermüdlich im Einsatz und haben schon die Läuferbeutel gepackt und viele andere Dinge vorbereitet.

Die wichtigste Nachricht: Seit Montagabend ist die Green Line auf die Marathon-Strecke gesprüht und zeigt nun die grüne Ideallinie für die Marathonläuferinnen und -läufer auf. Ein großer Kraftakt der Fa. Schalles aus Kassel – toll, dass alles nun doch so reibungslos geklappt hat.

Jetzt geht es in den Vorbereitungs-Schlussspurt und mit Riesenschritten auf Nordhessens größte Sportveranstaltung am Wochenende zu.

Grüne linie weist Läufern den Weg

Folge mir! Seit Montagabend weist die „Green Line“ den Marathon-Teilnehmern des EAM Kassel Marathon den Weg. Zum ersten Mal in der zwöfljährigen Geschichte der größten nordhessischen Sportveranstaltung ist diese Führungslinie aufgetragen worden.

Wenige Tage vor Beginn des Events (14. bis 16. September) sprühte das Kasseler Traditionsunternehmen Schalles Fahrbahnmarkierungen die grüne Farbe auf die 42,195 km lange Marathon-Strecke. Um die behördlichen Vorgaben einzuhalten, verwendete Schalles eine besondere Mischung. „Wir haben eine High Solid-Farbe benutzt, die hochverdünnt und geschwächt in ihrer Konsistenz ist und schnell trocknet“, erklärt Alexander Breßler, der gemeinsam mit Markus Urff das Marathon-Projekt leitete und koordinierte, „es ist eine Spezialfarbe, die wir eigens für den Marathon zusammengestellt haben.“ So kann sich die Farbe den Auflagen entsprechend schnell wieder selbst abbauen.

Noch aufwändiger wie die Erstellung der Farbe war der Umbau der Markierungsmaschine. „Da wir das alles in einem Rutsch gemacht haben, musste die Maschine anders hergerichtet werden“, so Alexander Breßler, „die Umrüstung hat fast zwei Tage gedauert und dann mussten wir ja auch wieder zurückbauen.“ Mitte der Woche ist sie bereits wieder auf dem Flughafen Hahn im Einsatz.

Normalerweise sind die Linie bei den Flughafen- oder auch Fahrbahnmarkierungen breiter, in Kassel war ein schmaler Strich erforderlich. Diese Markierungen wurden immer im Rhythmus 50 cm Linie und 2 Meter Lücke gezogen. 

Die Arbeiten waren im fließenden Verkehr innerhalb von fünf Stunden erledigt. „Ohne die Unterstützung der Polizei wäre das alles nicht möglich gewesen, so sind wir sehr gut voran gekommen“, berichtet Alexander Breßler.

Er, Markus Urff und Sven Meier waren für Schalles dabei, POK Anna Nagel, POK Matthias Franz, Sonja Schott und Thomas Schwerdel sorgten seitens der Polizei für die Absicherung.

Mit auf der Strecke war natürlich auch EAM Kassel Marathon-Chef Winfried Aufenanger, unterstützt von Wolfgang Betzin und Dieter Freitag aus dem Marathon-Team.

„Ich möchte mich bei allen Beteiligten ganz herzlich bedanken, dass alles so reibungslos über die Bühne gegangen ist“, sagt der Organisationsleiter, „das war ein großer Kraftakt, aber die Zusammenarbeit mit der Firma Schalles und der Polizei war ganz hervorragend. Ein Dankeschön auch an die Behörden, die ihre Zustimmung zur grünen Linie gegeben haben.“

Die „Green Line“ ist nun also als Ideallinie für die Marathon-Läufer die Leitline. „Wir freuen uns sehr, dass es doch noch geklappt hat“, sagt Georg von Meibom, Geschäftsführer von Titelsponsor EAM  über die neue Errungenschaft für den Kasseler Marathon.

Wichtiger Hinweis für alle Starter: Die Green Line gilt nur für die Marathon-Strecke, die Halbmarathon-Teilnehmer sollten an den Abzweigungen also auf ihre Streckenbeschilderung achten.

Symposium mit sehr guter Resonanz

Das Sportmedizinische Symposium hat sich im Rahmenprogramm des EAM Kassel Marathon etabliert. Bereits zum neunten Mal fand das Symposium jetzt im MVZ Baunatal statt.

Mit acht hochkarätigen Referenten, darunter Prof. Dr. med. Guido Heers (Chefarzt Vitos Orthopädische Klinik Kassel) und Dr. med. Bodo v. Ditfurth (Leitender Oberarzt, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Klinikum Kassel) und Dr. med. Jens Klingebiel (Leitender Oberarzt Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau), wurde den Teilnehmern eine hochinteressante Tagesordnung angeboten. „Wir waren sehr gut besucht, es gab keine freien Plätze mehr“, freute sich Dr. Georgios Papafandrou, der in diesem Jahr als Wissenschaftlicher Leiter des Symposiums fungierte und die Veranstaltung gemeinsam mit Initiator und Kassels offiziellem Marathon-Arzt Dr. Peter Kentsch, Dr. Christian Gröll und Steffen Rasch organisiert hat.

Sehr gefragt waren dabei auch die Kinesio-Therapie-Workshops mit Markus Endert, Physiotherapeut der Kassel Huskies.

Vor allem für Orthopäden und Physiotherapeuten war das Symposium wieder eine sehr gelungene Sache. „Wir haben sehr viel positive Resonanz bekommen“, so Dr. Papafandrou.

Dazu gab es eine Industriemesse rund um medizinische Themen, ein leckeres Catering und eine wie immer sympathische Betreuung durch das Team des MVZ.

Seit der Premiere 2010 hat sich das von Dr. Peter Kentsch entwickelte Sportmedizinische Symposium zu einer der hochkarätigsten innerhalb der deutschen Marathon-Szene entwickelt
und ist ein Höhepunkt im Gesundheitskonzept des Events.

Michael Küppers

 

Geballte Referenten-Kompetenz (v.l.): Dr. Jens Klingebiel,  Dr. Bodo v. Ditfurth, Prof. Dr. Guido Heers, Dr. Georgios Papafandrou, Roland von Stosch, Dr. Jens Kleffmann, Dr. Christian Gröll, Steffen Rasch, Markus Endert, Dr. Hans-Günther Schafdecker, Dr. Peter Kentsch.
Foto: Michael Bald


author: GRR