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2018

Der Schwarzwald-Marathon - Start in Bräunlingen - Foto: Veranstalter

Der Landschaftslauf-Klassiker geht in die 51. Runde am 14. Oktober 2018

By GRR 0

Beim Schwarzwald-Marathon versucht man, Tradition und Zeitgemäßes in Einklang zu bringen. Ein Vorhaben, das die internationale Läuferschar trotz großer Konkurrenz im Läuferherbst Jahr für Jahr mit großer Treue und Verbundenheit dankt – aber auch, weil Landschaftslaufen heutzutage wieder Trend ist

Der Schwarzwald-Marathon in Bräunlingen ist einer der landschaftlich schönsten und populärsten Läufe Europas mit einem familiären Charakter.

Mit 49 Auflagen ist der Schwarzwald-Marathon einer der ältesten Marathonläufe weltweit und von Beginn an ein besonderes Terrain für Frauen. 1975 vergab der DLV als zweiter Verband weltweit (nach den USA) eine nationale Meisterschaft im Marathon für Frauen als Würdigung für die Vorreiterrolle nach Bräunlingen.

Erste deutsche Marathonmeisterin wurde Christa Vahlensieck mit einem noch heute bestehenden Streckenrekord von 2:45:43 Stunden. Namen wie Liane Winter, Gerda Reinke, Birgit Lennartz und Gudrun de Pay gaben dem Lauf im Südschwarzwald ebenso ein Gesicht wie auch der Schweizer Premierensieger Peter Bhend oder die Deutschen Peter Reiher, Guido Dold oder Charly Doll. Ende der 70er Jahre gab es mit 2.500 Teilnehmern eine bis heute gültige Rekordbeteiligung.

Der Schwarzwald-Marathon mit einem sehr guten Preis-Leitungsverhältnis. Zum 50jährigen Jubiläum 2017 werden neben der klassischen Marathonstrecke zudem noch Halbmarathon, die Marathonstaffel sowie ein 10 km Lauf angeboten. Ebenso gibt es ein Angebot für Walker. Beim Schüler-Cup messen die „Kleinen“ ihre Ausdauer über eine altersgemäße Distanz (1,0 km und 1,75 km).

Zur Jubiläumsveranstaltung hat zudem Extremsportler Joey Kelly sein Kommen zu gesichert und plaudert am Samstagabend in der Stadthalle über „No Limits“ und verrät „Wie schaffe ich mein Ziel“.

Der Marathon als Klassiker unter den Naturläufen findet auf achtzig Prozent befestigten Waldwegen sowie auf lediglich zwanzig Prozent Asphalt statt. Auf der ersten Hälfte müssen rund 300 Höhenmeter bewältigt werden, im weiteren Verlauf geht es eher fallend wieder in Richtung Ziel.

Apropos Ziel. Seit 1972, seinerzeit als Weltpremiere, werden in Bräunlingen die Teilnehmer übrigens mittels elektronische Zeitmessung erfasst.

Der Schwarzwald-Marathon wurde 1968 vom SV Donaueschingen und dem TuS Bräunlingen ins Leben gerufen und war der erste für Volksläufer ausgerichtete Marathon in Westdeutschland. Eine Woche zuvor wurde übrigens mit dem Göltzschtal-Marathon der erste Marathon in der DDR ausgetragen. Seit 1963 gibt es übrigens bereits den Essen-Marathon „Rund um den Baldeneysee“, der jedoch in seinen Anfangsjahren als Vereinsvergleichskampf durchgeführt wurde.

Seit 2006 wird der Marathon von der LSG Schwarzwald-Marathon e.V. organisiert. Das Organisationsteam ist mit großem Engagement bemüht, Tradition und Zeitgemäßes in Einklang zu bringen.

Ein Vorhaben, das die internationale Läuferschar trotz großer Konkurrenz im Läuferherbst Jahr für Jahr mit großer Treue und Verbundenheit dankt – aber auch, weil Landschaftslaufen heutzutage wieder Trend ist.

www.schwarzwaldmarathon.de

Entnommen aus dem Fach-Magazin „road-races“ von German Road Races 2018 – Wilfried Raatz

author: GRR