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09
02
2019

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Jahresprogramm 2019 der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft – 24. dvs-Hochschultag zum Thema „Sport im öffentlichen Raum“ in Berlin

By GRR 0

Die Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) hat ihr Jahresprogramm für 2019 in gedruckter Form vorgelegt. In der rund 40-seitigen Broschüre sind alle 24 wissenschaftlichen Tagungen mit Terminen und Themen ausführlich beschrieben, die bis zum Jahresende 2019 in der Regie der Vereinigung in Deutschland, der Schweiz und in Österreich stattfinden.

Die Tagungen richten sich sowohl an Kolleginnen und Kollegen aus den unterschiedlichen Bereichen der Sportwissenschaft als auch an Interessierte aus dem organisierten Sport, insbesondere eingeladen sind auch wieder alle Verantwortlichen aus Vereinen und Verbänden: „Bei unseren Tagungen wollen wir auch mit denjenigen ins Gespräch kommen, die Forschungsergebnisse aus den unterschiedlichen Arbeitsfeldern der Sportwissenschaft für die Gestaltung ihrer sportlichen Praxis nutzen können“, sagt Jennifer Franz, die Geschäftsführerin der dvs, die in Hamburg ihren Sitz hat.

Nach der Jahresauftakttagung der dvs-Sektion Sportmotorik, die bereits Mitte Januar auf Einladung der Universität Bern in der Schweiz stattfand, richtet sich nun der Blick aktuell nach Würzburg, wo das Institut für Sportwissenschaft der dortigen Julius-Maximilian-Universität vom 20. bis 22. Februar die Jahrestagung der dvs-Sektion Trainingswissenschaft zum Thema „Evidenzbasierte Trainingswissenschaft für die Praxis“ ausrichtet.

Die dvs-Kommission Gesundheit trifft sich danach vom 4. bis 6. April in Hamburg, wo das Thema „Interdisziplinäre Forschung und Gesundheitsförderung in Lebenswelten. Bewegung fördern, vernetzen, nachhaltig gestalten“ behandelt wird. Die 22. Jahrestagung des Arbeitskreises Sportökonomie (gleichgestellt mit der dvs-Sektion Sportökonomie) beschäftigt sich vom 25. bis 27. April in Jena mit „Megatrends im Sport aus ökonomischer Perspektive“.

Hier geht es u.a. um die Veränderungen in der Nachfrage nach Sport, die zunehmende Kommerzialisierung weiterer Bereiche des Sports sowie die Ausweitung der Digitalisierung und deren Folgen für den Sport.

Die 32. Jahrestagung der dvs-Sektion Sportpädagogik vom 30. Mai bis 1. Juni in Heidelberg trägt den Titel „Bewegung und Sport im Horizont von Jugend- und schulpädagogischer Forschung“ und greift dabei ebenso komplexe Fragen einer Digitalisierung der Gesellschaft und ihres Sports speziell aus der Sicht von Heranwachsenden auf: „Entwicklungen im eSport, in Exergames oder der Verbreitung des Self-Tracking sind einige Beispiele, wie gesellschaftliche Thematisierungspraktiken der Digitalisierung gegenwärtig zu einer zentralen Herausforderung für die Sportpädagogik avancieren“, heißt es dazu in einer Veranstaltungsankündigung.

Auf der Tagung in Heidelberg soll auch der Lehrpreis Ars legendi Sportwissenschaft verliehen werden, den der Fakultätentag Sportwissenschaft zusammen mit dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft in Kooperation mit der dvs zum zweiten Male ausgeschrieben hat.

Im September blickt die Sportwissenschaft nach Berlin: In der Hauptstadt findet erstmals in der Geschichte der dvs, die 1976 in München gegründet wurde, ein dvs-Hochschultag statt:

„Sport im öffentlichen Raum“ lautet das diesjährige Leitthema, zu dem das Kollegium des Instituts für Sportwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin rund 600 Gäste aus dem In- und Ausland in Berlin-Mitte erwartet. Der 24. dvs-Hochschultag steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministers des Innern, Horst Seehofer: „Als idealer Standort für dieses Thema spiegelt Berlin den öffentlichen Raum durch seine nationale und internationale geschichtliche, politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung wider“, lautet dazu der Aufruf in einem Ankündigungsflyer.

Die wissenschaftliche Leitung des Kongresses haben Prof. Dr. Adamantios Arampatzis, Prof. Dr. Sebastian Braun, Prof. Dr. Katja Schmitt und Prof. Dr. med. Bernd Wolfarth vom gastgebenden Institut zusammen mit Johanna Porst, die für die organisatorische Leitung verantwortlich ist.

Die 40. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Sportwissenschaftlicher Bibliotheken (AGSB), die innerhalb der dvs den Status einer Kommission zu Bibliotheksfragen und der Dokumentation von sportbezogener Literatur hat, zieht es in diesem Jahr nach Salzburg; am 11. und 12. September geht es dort ebenfalls um Digitalisierung: „Sport – und Wissenschaftskommunikation im Wandel: Zwischen Digitalisierung und Zukunftsperspektiven“ lautet der Titel der Tagung, die auch (unliebsame) Veränderungen in der wissenschaftlichen Publikationskultur („Fake Journals“) aufgreifen will.

Mit der 10. dvs-Sommerakademie (29. Juli bis 2. August) in Raitenhaslach (Ortsteil der Stadt Burghausen in Oberbayern) möchte die dvs bereits heute Nachwuchskräfte der Sportwissenschaft von morgen für die Anforderungen an eine Sportwissenschaft in Zeiten zunehmender Wettbewerbsorientierung an den Universitäten sensibilisieren.

In der dvs gibt es auch zahlreiche Kommissionen, die sich einzelnen Sportarten bzw. Sportartengruppen widmen: So findet z.B. vom 3. bis 5. Oktober in Vechta die Jahrestagung der dvs-Kommission „Kampfkunst und Kampfsport“ zu dem Thema „Lehren ist Lernen: Methoden, Inhalte und Rollenmodelle in der Didaktik des Kämpfens“ statt, während sich die Leichtathletinnen und Leichtathleten Ende Juni (28. und 29.) erstmals in Dortmund austauschen über „Leichtathletik zwischen Tradition und Technologie“.

Traditionell wird der Veranstaltungsreigen der dvs am Ende eines jeden Jahres durch die dvs-Kommission Schneesport bzw. der Arbeitsgemeinschaft Schneesport an Hochschulen (ASH) beschlossen. Die 45. Jahrestagung findet (noch unterminiert) Anfang oder Mitte Dezember wieder in Hirschegg (Kleinwalsertal) statt.

Die Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) ist eine Personenvereinigung der an sportwissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland in Lehre und Forschung tätigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die dvs ist Mitgliedsorganisation des Deutschen Olympischen Sportbundes. Sie hat derzeit rund tausend Mitglieder und sieht ihre Aufgaben u. a. darin, Forschung auf allen Gebieten des Sports anzuregen und zu unterstützen. In seinem Jahresrundbrief wirbt der Präsident der dvs, Prof. Dr. Ansgar Schwitz (TU München), für die Stärkung der dvs bzw. der Sportwissenschaft, um das Fach nicht nur nach innen in den Universitäten und Hochschulen, sondern auch nach außen zu repräsentieren u.a. in Richtung wichtiger Ministerien, Gremien der Kultus- und Sportministerkonferenz etc.; auch die langjährig bewährte Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Sportwissenschaft gehört dazu.

In Zusammenarbeit mit dem DOSB wurde u.a. im letzten Jahr das „Memorandum zur kommunalen Sportentwicklungsplanung“ fortgeschrieben.

In der verbandseigenen Schriftenreihe werden Forschungsergebnisse aus dvs-Veranstaltungen in Buchform publiziert. Die Reihe umfasst aktuell inzwischen rund 275 („gelbe“) Bände; mehr dazu auch im Internet unter: www.sportwissenschaft.de.

Das Veranstaltungsprogramm für das Jahr 2019 ist dort ebenfalls abrufbar, kann aber darüber hinaus als gedruckte Broschüre kostenlos per E-Mail angefordert werden: info@sportwissenschaft.de.

Prof. Detlef Kuhlmann

 

 

author: GRR