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12
08
2019

Hunsrück Halbmarathon 2019 - Logo: Veranstalter

Auf den Spuren vom Schinderhannes – innogy Hunsrück-HalbMarathon am 25.8.2019

By GRR 0

Ein fein verästeltes Wegenetz mit dem Schinderhannes-Radweg zwischen Rhein, Mosel und Nahe bietet dem Hunsrück-Halbmarathon das ideale Terrain für die traditionsreiche Veranstaltung

Es ist unbestritten, der Hunsrück-Halbmarathon ist ein Landschaftslauf. Im Schatten der großen artgleichen Veranstaltungen in den deutschen Mittelgebirgen blüht die Veranstaltung in der Augustmitte in Rheinland-Pfalz auf gutem Niveau.

Mit achtzehn Auflagen und einem Stamm von zumeist 2000 Teilnehmern ist der Hunsrück-Marathon von der Laufevent-Karte nicht mehr wegzudenken, seit 2012 zudem auch Mitglied bei German Road Races.

Ein fein verästeltes Wegenetz zwischen den zahlreichen Dörfern und Kleinstädtchen in der vergleichsweise dünn besiedelten Hochfläche zwischen Rhein, Mosel und Nahe bietet sich ideal an für den Ausdauersportler, gleichgültig ob in Laufschuhen oder auf Inline-Rollen.

Noch dazu kam, dass die Bahnstrecke Emmelshausen – Simmern in den neunziger Jahren stillgelegt wurde und ein asphaltierter Radweg im Mai 2000 in Betrieb genommen und nach dem als Schinderhannes bekannten Klein-Ganoven Johannes Bückler benannt wurde. Und dieser Schinderhannes-Radweg spielt beim Hunsrück-Marathon für die Landschaftsläufer auf ihrem Weg von Emmelshausen nach Simmern eine gewichtige Rolle.

Das 8000 Einwohner kleine Städtchen Simmern, an der B 50 gelegen, ist bei der Schaffung des Hunsrück-Marathons zur Drehscheibe für die Ausdauersportler aller Generationen geworden. Der Zieleinlauf befindet sich im 1708 erbauten Schloss, in der nahe liegenden Hunsrückhalle die Startnummern-Ausgabe und die kleine, aber feine Marathonmesse untergebracht.

Eine logistische Herausforderung sind für Marathon-Chef Ottmar Berg und den vielen ehrenamtlichen Helfern die unterschiedlichen Startorte wie Emmelshausen (Marathon für Läufer und Inliner), Kastellaun (Halbmarathon), Ebschied (Halbmarathon Inliner) und Neuerkirch (Fun Run).

Mit viel Engagement wurden alle Hürden mit Bravour überwunden, der bunte Strauß an Wettbewerben im Laufen, Walken und Skaten hält mit einem feinen Rundumpaket die Ausdauerkundschaft beim Hunsrück-Marathon im Verbund mit zumeist regionalen Sponsoren und Partnern am Leben.

Auf dem durchgängig asphaltierten Kurs lässt sich schnell laufen, das hat Seriensieger Marco Diehl bei inzwischen acht Siegen immer wieder bewiesen. Aber den meisten der zweitausend Startern kommt es vielmehr darauf an, die Landschaft mit den „grünen“ Radwegen, dem weiten Blick über Felder, Wiesen, Hügel und Täler und der herzlichen Atmosphäre in den kleinen Dörfern mit den malerischen Fachwerkhäuschen zu genießen.

Das Gästebuch unterstreicht eindrucksvoll, dass fernab der Metropolen eine kleine, aber überaus feine Marathonveranstaltung mit vielen treuen Anhängern mit größter Liebe und Sorgfalt organisiert wird.

Nach der „kleinen Lösung“ 2018, nach organisatorischen Problemen gab es mit dem Staffel-City-Run mit vier Teilnehmern, dem 5,6 km langen Stadtlauf und den Kinderläufen nur ein kleines Programm, das von 450 Teilnehmern aufgrund der Kurzfristigkeit dennoch gut besucht war, startet das Organisationsteam um Ottmar Berg 2019 wieder durch.

Mit dem Titel „innogy Hunsrück-Halb-Marathon“ steht die halbe Marathondistanz mit Laufschuhen und mit Skates im Mittelpunkt, zudem werden Kinderläufe über Distanzen von 75 m bis 1575 m, die Schüler-Halbmarathon-Staffel (mit 5 Teilnehmern), der 5 km Fun(Run und Walking) sowie der Staffel-City-Run (4 x 800 m) angeboten.

Die klassische Marathondistanz macht 2019 aus organisatorischen und technischen Gründen „Pause“.

www.hunsrueck-marathon.de

Wilfried Raatz in „road races“, dem Fachmagazin von German Road Races (GRR) e.V.  

author: GRR