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17
10
2020

Markus Frisch - Generali Köln Marathon - Foto Privat

Markus Frisch: „Differenzierte Betrachtung durch die Politik zwingend erforderlich“ – Petition: „Rettet unsere Läufe – Save the Events“ (20)

By GRR 0

Markus Frisch, der Race-Direktor des Generali Köln-Marathons, unterstützt die Petition „Rettet unsere Läufe –Save the Events“.

Vor ihm hatten sich bereits die deutschen Marathon-Rekordler Irina Mikitenko und Arne Gabius, die Topläufer Philipp Pflieger, Alina Reh, Katharina Steinruck und Fabienne Königstein, der Ex-Europameister Jan Fitschen, der Athleten-Manager und Elite-Renndirektor verschiedener Läufe, Christoph Kopp, und sein Kollege Günther Vogl als auch der BMW-Berlin-Marathon-Chef Jürgen Lock, der Runner’s World-Chefredakteur Martin Grüning, die Marathon-Bundestrainerin Katrin Dörre-Heinig, der Veranstalter André Egger (Laufszene Sachsen), der „Spiridon“-Chefredakteur Manfred Steffny, Lauftreff-Organisator Bernd Hübner und die Läuferin Erdmute Nieke, der TV-Produzent René Hiepen sowie die Race-Direktoren des BMW Berlin-Marathons, Mark Milde, und des HAJ Hannover-Marathons, Stefanie Eichel, für die Petition stark gemacht.

Die Corona-Pandemie hat so gut wie alle Läufe und Events gestoppt, die Veranstalter und Vereine bangen um ihre Existenz. Damit diese bedrohliche Situation auch von der Politik wirklich verstanden und wahr genommen wird, setzt German Road Races (GRR) auf die Petition.

Wir brauchen jede Stimme, um den Laufsport zu retten.

Hier geht es zur Petition:

https://www.openpetition.de/petition/online/save-the-events-o-rettet-unsere-laeu

(BITTE ALS LINK EINSETZEN)

Markus Frisch (Köln)

Markus Frisch ist seit vielen Jahren der Race-Direktor des Generali Köln-Marathons. Neben diesem Rennen organisiert er mit seinem Team eine Reihe von weiteren Laufveranstaltungen. Auch ein Triathlon läuft unter seiner Regie. Zudem haben die Kölner den Radsport-Klassiker „Rund um Köln“ übernommen.

„Die Laufsaison ist jetzt fast vorbei und kaum ein Lauf hat stattgefunden. Und wann die ersten Läufe, vor allem die großen City-Marathons, wieder stattfinden können, steht in den Sternen. Über die verheerenden wirtschaftlichen Folgen für alle Laufveranstalter – angefangen vom kleinen Laufverein bis hin zum Berlin-Marathon – ist schon ausführlich berichtet worden.

Aber nicht nur die Veranstalter sind betroffen, sondern auch die vielen großen und kleinen Dienstleister, die für die Durchführung eines großen Stadtmarathons unerlässlich sind, sind existentiell bedroht. Ohne Sie wäre ein Groß-Event wie der Generali Köln Marathon nicht umsetzbar. Denn nicht alles kann über uns als ausführendes Unternehmen abgewickelt werden.

Wir haben über 100 externe Unternehmen, die u.a. die Technik aufbauen, die Stromanschlüsse legen, das Branding produzieren und aufbauen, Toiletten bereitstellen, die Duschen aufbauen, das Verpflegungsdorf aufbauen, Catering bereitstellen und noch vieles mehr. Allen fehlen nun die Aufträge von den Laufveranstaltern und somit die Einnahmen.

Es ist noch nicht abzusehen, wer von den Dienstleistern diese Krise am Ende überstehen wird, wenn auch im kommenden Jahr alles abgesagt werden wird. Selbst wenn wir im Oktober in Köln wieder laufen könnten, wer kann uns noch in der Organisation unterstützen? Mit vielen unserer Dienstleister sind wir schon über Jahre hinweg eng verbunden und haben gemeinsam viele Erfahrungswerte angesammelt. All das ist in Gefahr! Es geht nicht nur um uns Laufveranstalter sondern um die gesamte Event-Branche.

Der Kern unserer Profession ist es, dass wir Events organisieren, bei denen viele Menschen gemeinsam Sport treiben. Wirtschaftlich tragbar sind diese Events aber auch nur, wenn viele Menschen kommen. Viele Menschen eben. Aber genau das ist in der augenblicklichen Situation das Problem. Viele Menschen dürfen nicht zusammenkommen.

Aber wie kann es jetzt weitergehen? Im Grunde wissen wir momentan nicht mehr als zu Beginn der Pandemie im März dieses Jahres. Eigentlich ist es unter diesen Umständen unmöglich, eine solide und kaufmännisch sinnvolle Planung zu erstellen. Daher werden wir bei Fortdauer des „Event-Lockdowns“ auf öffentliche Zuschüsse angewiesen sein. Eine differenzierte Betrachtung von Laufveranstaltungen durch die Politik ist zwingend erforderlich. Hygienekonzepte und Auflagen für die Veranstalter müssten mit Augenmaß und Fachwissen und unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit gemeinsam mit der Politik erarbeitet werden. Zudem muss eine Verhältnismäßigkeit zu anderen Branchen/Bereichen gewahrt werden.

Wir brauchen eine politische Lobby.

Spannend wird es auch sein, wie die Läufer mit der Pandemie umgehen und ob es Veränderungen im Verhalten der Läufer geben wird. Wird der Läufer zukünftig auf das Lauferlebnis bei einem Wettkampf verzichten und das gemeinschaftliche Laufen vermeiden? Ist ein virtuelles Rennen, wie wir es Sonntag bei unserer Veranstaltung umgesetzt haben, die Lösung aller Probleme? Welche neuen gesellschaftlichen Herausforderungen und Veränderungen wird uns die Pandemie noch bringen?

Viele Fragen, die wir heute nicht beantworten können. Aber was wir können, ist optimistisch in die Zukunft schauen und für unsere Leidenschaft, den Laufsport, kämpfen. Wir können uns zusammenschließen zu einer gemeinsamen Stimme. 25 Millionen Jogger soll es in Deutschland geben. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung! Das könnte eine laute Stimme werden.

Wir vermissen das gemeinsame Laufen. Das gemeinsame Radfahren. Das gemeinsame Schwimmen. Für uns ist ein Event nicht nur ein Job, es ist unsere Leidenschaft! Und ich gehe davon aus, Euch geht es nicht anders mit dem Laufen. Dem Radfahren. Dem Schwimmen.

Daher macht es, wie die Kölner sagen: „Arsch huh!“ – und gebt Eure Stimme ab.

Jetzt. Hier“.

https://www.openpetition.de/petition/online/save-the-events-o-rettet-unsere-laeufe

Markus Frisch

SAVE the EVENTS! – Rettet unsere Läufe! HILFERUF der Laufsportveranstalter und Vereine an die „Lauf-Community“- Open Petition: Bitte Stimme abgeben!

Alina Reh und Philipp Pflieger unterstützen Petition: „SaveTheEvents – Rettet unsere Läufe“

Fabienne Königstein: Leidenschaftlicher Appell für die Petition „Rettet unsere Läufe“

Topathleten-Manager Christoph Kopp unterstützt Petition „Rettet unsere Läufe – Save the Events“: „Gemeinsame Lösungen sind gefragt“

Deutschlands Marathon-Rekordler Arne Gabius und Irina Mikitenko unterstützen Petition: „Rettet unsere Läufe“ – „Save the Events“

Manager und Veranstalter Günther Vogl: Rettet unsere Läufe – und die Athleten!

BMW Berlin-Marathon-Chef Jürgen Lock unterstützt Petition „Rettet unsere Läufe – Save the Events“

Runner’s World „Official Supporter“ der Petition „Rettet unsere Läufe – Save the Event“- Statement Nummer 9: Runner’s World-Chefredakteur Martin Grüning

Erfolgreiches Mutter-Tochter-Team: Katrin Dörre-Heinig und Katharina Steinruck unterstützen Petition „Rettet unsere Läufe – Save the Events“ (10/11)

Ex-Europameister Jan Fitschen unterstützt Petition „Rettet unsere Läufe – Save the Events“ – (12)

André Egger (Laufszene Sachsen): „Vom Warten auf Verbesserung wird sich kaum was ändern“. JETZT SIND WIR GEFRAGT! „Rettet unsere Läufe- Save the Events“ (13)

„Spiridon“-Chefredakteur Manfred Steffny unterstützt Petition „Rettet unsere Läufe – Save the Events“ (14)

Lauftrefforganisator Bernd Hübner und Läuferin Dr. Erdmute Nieke unterstützen die Petition „Rettet unsere Läufe – Save the Events“ (15 + 16) – „Mehr Lebensfreude und bessere Gesundheit – deshalb laufen wir“.

Mark Milde, der Race-Direktor des BMW BERLIN-MARATHONS, bittet um Stimmen für die Petition „Rettet unsere Läufe – Save the Events“ (17)

Stefanie Eichel: „Wir brauchen Support, Offenheit, Transparenz für zukünftige Strukturen und Wertschätzung für unser Engagement“ – Petition „Rettet unsere Läufe – Save the Events“ – (18)

 

René Hiepen: „Es geht um die Laufbewegung in Deutschland, viele stehen vor dem Aus“ – Petition „Rettet unsere Läufe – Save the Events“ “ (19)

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author: GRR