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21
07
2021

Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), aufgenommen beim 17. ordentlichen Verbandstag des DSB am 18.11.2017 in Leipzig im Hotel The Westin. Foto: picture alliance/DBS Sebastian Willnow

Friedhelm Julius Beucher wird 75 Jahre alt

By GRR 0

Friedhelm Julius Beucher, der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) vollendet am heutigen 21. Juli in seiner Heimatstadt Bergneustadt das 75. Lebensjahr.

Friedhelm Julius Beucher, der gleichzeitig Präsident des Nationalen Paralympischen Komitees (NPC) für Deutschland ist,  hatte bereits vor seiner Präsidentschaft von 2004 bis 2009 als Kuratoriumsvorsitzender im DBS ehrenamtlich mitgearbeitet und war 2003 bis 2009 auch Vizepräsident von Special Olympics Deutschland.

Seit 1999 ist Friedhelm Julius Beucher zudem Mitglied des Kuratoriums Deutsche Schulsportstiftung und war ab 1998 Vorstandsmitglied im Kuratorium Sport und Natur, dem er ab 2007 als Ehrenvorstand angehört.

Ein äußerst vielseitiges sportliches Engagement zieht sich chronologisch durch seine Biografie: Friedhelm Julius Beucher lebt im Sport und für den Sport – mehr noch: Als studierter Sportpädagoge kann er sich mit professioneller Expertise auf allen möglichen sportlichen und sportpolitischen „Spielfeldern“ routiniert und taktisch klug bewegen. Friedhelm Julius Beucher hat nach einer Berufsausbildung in der Justizverwaltung und Ablegung der Begabtensonderprüfung von 1969 bis 1973 an der (damaligen) Pädagogischen Hochschule Bonn studiert und blickt auf eine hauptberufliche Schullaufbahn zurück, die er als Lehrer (u.a. für das Fach Sport!) an einer Gemeinschaftsgrundschule begann und die ihn u.a. über eine Fachleitertätigkeit im Bezirksseminar nach Düsseldorf in das Kultusministerium von Nordrhein-Westfalen führte, bevor er dann die schulische Berufslaufbahn als Rektor der integrativen Montanusschule in Burscheid bis zum Erreichen der Altersgrenze im Juli 2009 fortsetze und beendete.

Die Bundestagsbühne hatte Friedhelm Julius Beucher 1990 betreten und sich rasch bundesweit einen Ruf als einer der führenden Sportpolitiker im Deutschen Bundestag gemacht: Er hatte für die SPD 1998 das Direktmandat im Oberbergischen Kreis gewonnen und in dieser Legislaturperiode das Amt des Vorsitzenden im Sportausschuss des Bundestages übernommen. Die zahlreichen öffentlichen Experten-Hearings zu drängenden sportpolitischen Themen gingen damals auf seine Initiative zurück. Friedhelm Julius Beucher ist dabei immer ein Mann der (Heimat-) Basis geblieben: Neben seiner Tätigkeit als Vorstandsmitglied im Kreissportbund Oberberg (seit 2004) wirkt er seit fast 50 (!) Jahren auf kommunaler Ebene an der sportpolitischen Gestaltung des Sports mit und sucht als seit 1975 amtierender Vorsitzender eines Sportausschusses im Rat der Stadt Bergneustadt und seit 2004 im Kreistag des Oberbergischen Kreises vermutlich bundesweit immer noch seinesgleichen …

Die Nähe zur Basis und die damit verbundene Vernetzung spiegelt sich aber auch bis in seine aktuelle Präsidententätigkeit im DBS wider: Friedhelm Julius Beucher wird von den Aktiven im DBS hoch geschätzt und gilt als „Präses zum Anfassen“ im jetzt pandemiebedingt nur noch 511.000 Mitgliedern größten Behindertensportverband der Welt: Klare Botschaften mit Fokussierung auf das Erreichen von Zielen und das stetige Werben um (auch mehr mediale) Aufmerksamkeit für die großartigen Leistungen „seiner“ Athletinnen und Athleten sowie das Eintreten für die gesellschaftspolitische Herausforderung, den Anteil der nicht-sportaktiven Menschen mit Behinderung zu senken, der lt. 3. Teilhabebericht der Bundesregierung auf 55% angestiegen ist – das sind die tagtäglichen Arbeitsschwerpunkte von Friedhelm Julius Beucher, für die ihm keine Reise quer durch die Republik zu viel ist, ganz abgesehen von der internationalen Bühne, die der dann 75-Jährige wiederum als Delegationsleiter der ca. 250 Aktive umfassende paralympischen Mannschaft in Tokio im September betreten wird.

Bereits im Juli 2006 wurde Beucher für sein politisches und soziales Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Im Oktober 2017 erhielt er aufgrund seiner sozialpolitischen Verdienste und für den Behindertensport das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Der Jubilar hat bei allem ehrenamtlichen Engagement das eigene Sporttreiben nie vernachlässigt und sich dabei immer wieder auf Neues eingelassen – sei es als Finisher bei den alpinen Skilanglaufklassikern, bei Marathonläufen in Bonn und New York und sogar „mit Tränen in den Augen“ beim Start und im Ziel beim Berlin-Marathon im Jahr 1990 nach dem Fall der Mauer. Sein Können im Fußballspiel stellte er am liebsten als „6er“ im Mittelfeld der Bundestags-FußballMannschaft unter Beweis.

Auch mit Mitte 70 findet Beucher einen körperlichen Ausgleich vor allem Wandern und im Schwimmen, beim vereinzelten Inlineskaten und auf dem Rad, das ihm ein fast täglicher Begleiter ist und mit dem er auch zu längeren touristischen Fahrten aufbricht, sofern dafür Zeit bleibt: „Friedhelm Julius Beucher ist eine außergewöhnlich engagierte Persönlichkeit für den Sport und insbesondere für den Sport von Menschen mit Behinderungen. Ich möchte mich persönlich für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit über Jahre und Jahrzehnte bedanken. Uns verbindet ein gemeinsames Ziel:

Die gesellschaftliche Teilhabe am Sport von Menschen mit Behinderungen weiter voranzubringen“, gratuliert Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper, die Vizepräsidentin für Bildung und Olympische Erziehung des Deutschen Olympischen Sportbundes.

Prof. Dr. Detlef Kuhlmann  in der DOSB Presse

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